Mehr Licht für ältere Menschen

Arbeitsplatzbeleuchtung für Generation 50+

Die Augen älterer Menschen benötigen mehr Licht, sind gleichzeitig aber schneller geblendet als die Jüngerer. Auf das persönliche Lichtbedürfnis individuell einstellbare Leuchten im Büro erhöhen die Sehleistung. Überdies sorgen elektronische Vorschaltgeräte für flimmerfreies Licht und wechselnde Lichtfarben für einen angehnehmen Augenkomfort.

Von Manfred Eickhorst, Artikel erschienen in "Mensch & Büro" 3/2004

Die besonders lichtstarke Tischleuchte DIALITE PRO ermöglicht durch das Dimmen der beiden Leuchtstofflampen das individuelle Einstellen der Helligkeit und der Lichtfarbe.

Mit zunehmendem Alter verringern sich Sehkraft und Sehschärfe. Als Erstes lässt dabei ab etwa 45 Jahren die Fähigkeit der Augenlinse nach, auf Objekte in der Nähe scharf zu stellen. Aber auch das Anpassen an Helligkeitsunterschiede macht mehr Mühe.

Rund zehn Jahre später nimmt zudem die durch Stoffwechselablagerungen verursachte Trübung der Augenlinse zu. Die Lichtstreuung an den getrübten Linsenbereichen, besonders bei weißlich-blauem Licht, führt dann zu erhöhter Blendungsempfindlichkeit und wird als unangenehm empfunden. Das zeigt sich  zum Beispiel bei der unterschiedlichen Blendreizung durch Autoscheinwerfer mit normalem weißen Licht und solche mit bläulichem Xenon-Licht. Letzteres wird im Vergleich als stärker blendend wahrgenommen, wirkt also unangenehmer und oft irritierend.

Sehprobleme treten auch im Büroalltag auf. In unseren nördlichen Breiten eignet sich das natürliche Licht nur zeitweise für die Beleuchtung von Arbeitsplätzen. Dabei genügt es  keineswegs, Leuchten zu installieren, die bei Dämmerung oder Dunkelheit die Büros nur hell illuminieren. Das künstliche Licht sollte auch zum Wohlbefinden beitragen, die Leistungsfähigkeit unterstützen und sicherstellen.

Besonders wichtig ist das in Großraumbüros, in denen während des ganzen Arbeitstages ausschließlich im Licht der vorgegebenen Beleuchtungsanlage gearbeitet werden muss. Ältere Augen ab 50 Jahren benötigen aber rund 50 Prozent mehr Licht zur Erfüllung der gleichen Sehleistung wie die 25-Jähriger. Demzufolge sind in der Praxis anstatt der mindestens 500 Lux Beleuchtungsstärke mehr als 800 Lux vorzusehen. Dieser Wert lässt sich häufig nur durch zusätzliche Beleuchtung unmittelbar am Schreibtisch erreichen.

Mehr Licht bedeutet oft auch mehr Blendung. Sie ist die häufigste Ursache für beleuchtungsbedingte Sehbeschwerden am Arbeitsplatz. Dabei wirkt hartes, grelles Halogenlicht ebenso irritierend wie die gut gemeinten hellen Deckenleuchten mit ihren Reflexen auf der Arbeitsfläche. Für Büros mit Bildschirm-Arbeitsplätzen trifft hier das Gleiche wie für andere Arbeitssituationen zu: keine direkt einsehbaren, sondern abgeblendete Lampen mit Spiegelraster, am besten jedoch indirekt, also nach oben abstrahlend. Hochwertige, lichtstarke Tischleuchten , wie in Abb.,sind oberseitig sogar offen für eine anteilige, unterstützende indirekte Beleuchtung und zur Wärmeableitung.

Am Ende eines langen Arbeitstages wird unruhiges und flimmerndes Licht von Leuchtstofflampen mehr wahrgenommen als am Morgen – ein deutlicher Hinweis auf die zusätzliche Beanspruchung der Augen und damit der Wahrnehmung. Diese Beanspruchung lässt sich mit einer elektronischen Hochfrequenz-Betriebsart der Leuchtstofflampen einfach abstellen. Diese wesentlich höhere Betriebs-Frequenz von 40 000 Hertz im Vergleich zu 50 Hertz bei den konventionellen, magnetischen Vorschaltgeräten bewirkt flimmer- und flackerfreies Licht aus der Leuchtstofflampe ähnlich dem einer Glühlampe.

Erfrischend für müde Augen kann aber auch ein Wechsel der Lichtfarbe sein, beispielsweise durch eine Büroleuchte mit zwei energiesparenden Kompakt-Leuchtstofflampen. Die eine mit der Lichtfarbe „Tageslicht“ leistet als unauffällige Zusatzbeleuchtung besonders bei trübem natürlichem Tageslicht gute Dienste, ohne dass die Augen es unbedingt registrieren. Die zweite Lampe hat eine deutlich gelblichere Lichtfarbe und eignet sich für Arbeitszeiten ohne natürliches Tageslicht. Werden beide Lampen gleichzeitig eingeschaltet, entsteht neben der doppelten Leistung auch eine angenehme Mischung beider Lichtfarben. Durch individuelles Dimmen der jeweiligen Röhren kann sogar die Farbbalance verändert werden.

Licht und Sehkomfort für reife, erfahrene Augen entsteht also aus der Kombination lichttechnischer Gütemerkmale. Dabei ist der Mensch das Maß aller Dinge. In einer ganzheitlichen, angenehmen Lichtatmosphäre wird er seine Arbeit produktiver und ausgeglichener vollbringen können. Licht trägt also zu einer höheren Lebens- und Arbeitsqualität im Büro bei.  

Author Manfred Eickhorst gründete 1969 SYSTEM EICKHORST, Manufaktur für innovative Lichttechnik und optische Geräte. Einsatz weltweit in Büros, Gewerbe und Industrie an Arbeitsplätzen mit erhöhten Sehanforderungen.